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Craft12. September 20264 Min. Lesezeit

Handyfotos, die gewollt aussehen: fünf Gewohnheiten

Niemand bemerkt in einem Feed eine gute Kamera. Man bemerkt ein Bild, das ausgewählt wirkt. Ein paar Gewohnheiten lassen ein Handyfoto aussehen, als hätte jemand darüber entschieden.

In einem Feed sieht man Fotos klein und schnell. Was ein gewolltes Bild von einem zufälligen trennt, ist selten die Kamera. Es sind eine Handvoll Entscheidungen, die du triffst, bevor du auf den Auslöser drückst.

Fünf Gewohnheiten

  1. 1Ein Motiv. Entscheide, wovon das Bild ist, und lass alles andere es unterstützen oder verschwinden.
  2. 2Ein ruhiger Hintergrund. Geh zwei Schritte, neig die Kamera oder räum den Tisch frei. Ein unordentlicher Rand zieht den Blick vom Motiv weg.
  3. 3Gerade Linien. Prüfe den Horizont und die Türrahmen. Ein schiefer Horizont wirkt wie ein Fehler; ein bewusster Winkel wie eine Entscheidung.
  4. 4Fensterlicht. Dreh dich zum Licht, nicht zur Lampe. Weiches Licht von einem Fenster schmeichelt fast allem.
  5. 5Zum Fokussieren tippen. Tipp auf dem Bildschirm aufs Motiv; das Handy stellt dann Schärfe und Belichtung dafür ein.

Zwei Dinge, die du lassen solltest

  • Digitalzoom. Er vergrößert nur Pixel. Geh stattdessen näher ran.
  • Starke Filter. Ein starker Filter lässt ein Foto binnen Monaten alt aussehen. Eine leichte Korrektur von Helligkeit und Kontrast genügt.

Wisch die Linse sauber

Die billigste Verbesserung ist eine saubere Linse. Ein Handy lebt in Taschen, und eine fettige Linse macht jedes Bild leicht dunstig.

Mach drei Fotos von derselben Sache aus drei Positionen. Du wirst das dritte öfter wählen, als du erwartest.

Hör auf, auf die Uhr zu schauen. Lass treiben.

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